Bohnental

Kinoklassiker in Neipel: Der Hauptmann von Köpenick

Montag, 26.06., 16:30 Uhr, Kaffee und Kuchen ab 15:00 Uhr
Bild zum ArtikelDas GenerationenBüro freut sich in Kooperation mit dem "Haus am Mühlenpfad" in Neipel die Reihe Kinoklassiker initiieren zu können. Im Rahmen dieses Projekts werden alle zwei Monate über ein Jahr hinweg Schätze der Kinogeschichte präsentiert. Vor den Filmvorführungen im "Haus am Mühlenpfad" in Neipel können die Besucher und Besucherinnen ab 15:00 Uhr in gemütlicher Atmosphäre den, von der Wirtin angebotenen, Kaffee und Kuchen genießen. Die Filmvorführung beginnt um 16.30 Uhr. der Eintritt ist frei. Bei unserem ersten Termin am Montag den 26. Juni 2017 wird der Hauptmann von Köpenick gezeigt. Das GenerationenBüro freut sich auf zahlreiches Kommen und wäre dankbar, wenn sie die Informationen zur Filmreihe weiter tragen würden.

Inhalt: Am 16. Oktober 1906 zog sich der arbeitslose Schuster Wilhelm Voigt eine alte Hauptmannsuniform an, schnappte sich auf der Straße eine Gruppe Soldaten und dirigierte sie zum Rathaus von Berlin Köpenick. Dort ließ er den Bürgermeister in Gewahrsam nehmen und machte sich schließlich mit der Stadtkasse unterm Arm aus dem Staub. Ganz Deutschland lachte über diesen Streich, doch erst Carl Zuckmayers szenisches Märchen machte den "Hauptmann von Köpenick" unsterblich. Zuckmayer verwandelte das historische Schelmenstück in eine entlarvende Satire über den preußischen Militarismus, einen spöttischen Bilderbogen über Uniformenkult, Heimatlosigkeit und unmenschliche Bürokratie. Kaiser Wilhelm II. hatte sich noch über den echten falschen Hauptmann amüsiert und ihn begnadigt. Die Nazis aber fanden Zuckmayers Stück gar nicht lustig, denn die satirische Darstellung von Obrigkeitsschikanen und blindem Gehorsam betraf 1931 auch die wieder aufkeimende Kriegslust im Lande. Mehr als 100 Jahre nach dem Coup von Köpenick ist "das deutsche Märchen" immer noch hinreißend komisch.




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